Der russische Überfall auf die Ukraine im Jahr 2022 und die Blockade der Seestraße von Hormus im Frühjahr 2026 zeigten nochmals deutlich, wie sehr Deutschland vom Import fossiler Energieträger weiterhin abhängig ist. Deutschlands Energiebilanz aus dem Jahr 2024 stellte dies noch einmal deutlich hervor: Fast zwei Drittel (62%) unseres Primärenergiebedarfs werden weiterhin durch Öl und Gas gestemmt. Dabei stammten diese fossilen Energieträger fast vollständig aus dem Ausland. Fast 95% des Erdgases und über 98% des Mineralöls wurden importiert.
Der Ausbau Erneuerbarer Energien ist dabei ein elementarer Baustein, um Deutschland zu einer resilienten Volkswirtschaft zu gestalten. Ein Land, welches nicht nur auf die Herausforderungen des Klimawandels reagiert, sondern sich auch robust gegenüber externen Krisen und Konflikte wappnet, die in unserer globalisierten Welt unausweichlich sind. Die Nutzung unserer frei verfügbaren Solarenergie ist dabei ein Weg zur energetischen Unabhängigkeit. Sie ist vor-Ort verfügbar, nahezu unerschöpflich und ist nachweislich einer der günstigsten Formen der Stromerzeugung.
Das diese Form der Energieerzeugung ein Pfad ist, der beschritten werden muss, hat auch die Stadt Memmingen erkannt. In enger Zusammenarbeit schaffen wir mit der Stadt zusammen die baurechtliche Grundlage, um einen 10 Hektar großen Solarpark zu errichten, der unsere Region einen großen Schritt Richtung nachhaltiger und unabhängiger Energieerzeugung bringt. Mit einer jährlichen Energieerzeugung von ca. 16 Millionen Kilowattstunden können wir fast 5.000 Haushalte in Memmingen mit nachhaltigem Strom versorgen. Zum Vergleich: Ein fossiles Gaskraftwerk bräuchte aufgrund seines Wirkungsgrades ca. 4000 Kubikmeter importiertes Erdgas, um auf diese Menge der Stromerzeugung zukommen. Eine Menge, die uns Stück für Stück weniger erpressbar macht gegen über den autokratischen Staaten, die den Weltmarkt der fossilen Ressourcen bestimmen.
Statt teurer Importverträge für Öl und Gas erzeugt unser Solarpark Wertschöpfung vor Ort. So kommt der Stadt zum Beispiel Jahr für Jahr ein fünfstelliger Klimabonus zugute, der zur Gegenfinanzierung des Klinikums oder des neu errichteten Schwimmwerks verwendet werden kann. In der Verbindung mit der Gewerbesteuer und der Auftragsvergabe an lokalen Partner kommt so eine Summe von mehreren Hunderttausenden Euro über die Betriebszeit zusammen. Eine Wertschöpfung, die bleibt und die Wohlstand und Zukunftskraft vor Ort stärkt.
Uns ist wichtig, dass nicht nur einzelne Akteure finanziell vom Projekt profitieren, sondern dass sowohl die Gemeinde als auch ihre Bürger am Erfolg der Solarenergie teilhaben können. Deshalb bieten wir projektbezogen verschiedene Beteiligungsmodelle an, die den unterschiedlichen Bedürfnissen unserer Partner und Interessenten gerecht werden. Dazu gehören insbesondere der Bürgerstromtarif, die Beteiligung über Energiegenossenschaften, die kommunale Teilhabe sowie die Möglichkeit einer zugänglichen Festgeldanlage in Form eines Nachrangdarlehens.
Der Standort der geplanten Anlage befindet sich auf einer Freifläche südlich des Ortsteils Eisenburg der Stadt Memmingen. Im Süden wird der Solarpark durch eine Eisenbahntrasse begrenzt.


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